Ich will’s ja gerne zugeben: So als Frau fragte ich mich allen Ernstes, ob es wirklich ein „Riesen“-Unterschied ist, was Mutter Natur unter den einzelnen Völkern, insbesondere bei der männlichen Spezies hat wachsen lassen. Daß ich aber auch einmal die Gelegenheit haben würde, das selbst herausfinden zu können, nein, daran hatte ich bislang keinen Gedanken verloren. Aber eben eine solche Gelegenheit bekam ich während eines Swingerclub-Besuches.
Wir tummelten uns bereits sehr lebhaft im Darkroom. Ich fühlte meinen Begleiter tief und stark in mir, aber wessen Hände überhaupt da über meinen Körper glitten, das war beim besten Willen nicht genau zu definieren. Sanfte wie neugierige Hände überall und überall zugleich. Dutzende von Fingerkuppen fühlten sich auf meiner Haut an wie umher eilende Ameisen, mal hierhin, mal dorthin. Es war himmlisch und mit geschlossenen Augen ließ ich mich in den siebten Himmel empor schweben. Mehr im Unterbewußten bekam ich auch „die Ablösung“ mit, die meinen eigentlichen Begleiter ablöste. Wieder fühlte ich mich bis auf den letzten Winkel und tief ausgefüllt. Harte wie auch zärtliche Gier, die da tief in mir steckte und mich mit wiegenden Bewegungen einem pochenden Orgasmus näherbrachte. „Sein“ heißes Keuchen fuhr wie heißer Wüstenwind über meine Nackenhärchen solange, bis wir beide fast gleichzeitig, mit jeder Körperzelle bebend, die wohligsten Schauer unserer Abgänge erlebten.
Ich tastete mich zur Tür, brauchte dringend eine Dusche, mein immer noch heftig schnaufender Gespiele wie ein dunkler Schatten hinterdrein. Außerhalb des Raumes sah ich dann, mit wem ich da den kleinen Tod genossen hatte mit einem farbigen Mann! Dutzende Gedanken waren da gleichzeitig in meinem Kopf, während meine Augen auffällig unauffällig seine Anatomie musterten.
Nicht schlecht, aber nicht anders als bei meinem Partner. Aber nun bin ich ohnehin sicher, daß es weniger die Größe ausmacht, sondern die Gefühle, die ein Mann mit seinem Ding einer Frau zu geben versteht. Wir nahmen dann noch gemeinsam ein Duschbad, bei dem ich mich auch im Helleren nochmal überzeugen konnte: Es sind die Gefühle, die den eigentlichen Ausschlag geben! Und da blieb mein Partner die Nr. 1.
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