Sex-Skandal

POLITIKER
Swingen auf Staatskosten

Daß es insbesondere unsere Herren Politiker mit den Steuergeldern nicht so ganz ernst nehmen, pfeifen bekanntlich schon die Spatzen seit Jahren von den Dächern.

Schwacher Trost: Es sind nicht nur BRD-Bedienstete, die sich bisweilen ein paar flotte Tage auf Kosten der Bürger gönnen, auch von benachbarten wie auch weiter entfernteren Ausländerstaaten hört man so einiges. Erinnern wir uns zum Beispiel nur an einen gewissen portugisischen Minister, der für ein paar Tage (und Nächte!) in den Niederlanden weilte, sich aber die täglichen Reisekosten für die Aufwendung des „Heimatfluges“ vergüten ließ.

Nun weiß der in Szene gesetzte Swinger aber auch, daß unser Nachbarland Holland mit so richtig heißen Swingerclubs aufzuwarten versteht (ein Beispiel nur: Kasteel Waterloo). Da wird man sich wohl die Überlegung erlauben dürfen, sich zu fragen, ob jener politisch ambitionierte Portugiese die zusätzlich „verdienten“ Gulden nicht anderweitig im Land der Tulpen und des Goudas belassen hat.

Anderes Beispiel: Da fliegt ein ehemaliger (deutscher) Verteidigungsminister allwöchentlich zu seiner Freundin ins sonnige Mallorca-Putzfrauen-Inselparadies – Reisekosten übernehmen ist dabei Angelegenheit des Steuerzahlers. Das wirklich Erschreckende daran aber ist, daß dies nur bekannt gewordene Fälle von eben auch bekannteren Politikern sind, die eigentliche Dunkelziffer solch skandalöser „Steuergeld-Urlauber“ wird sich da wohl auch bis in die hinteren Bundestags- und Abgeordneten-Reihen fortsetzen.

Nur: das wird nicht publik gemacht, die Öffentlichkeit erfährt sowas in den seltensten Fällen – wie so vieles andere auch nicht, was sich die Herren (Damen auch?) Politiker mit unserm Geld so alles erlauben …

< zurück