Fetisch

Aufregende Fesselspiele

Sind im SM-Bereich bestimmte „Fessel-Spiele“ oder „Bondage-Techniken“ Teil eines umfassenden „Liebesspiels“ oder einer getroffenen Verabredung, in Form bestimmter Rollenverteilungen zwischen einem aktiven und einem passiven Partner, so wird hier der Vorgang der Fesselung zum einzigen und wahren Fetisch.

Der aktive Fetischist findet Lust und Befriedigung beim Fesseln und Einschnüren anderer, der eher passive Fetischist erlebt seinen Lustgewinn darin, selbst gefesselt und bis zur Bewegungslosigkeit „eingeengt“ zu werden. Diese beiden unterschiedlichen Haltungen (aktiv und/oder passiv) stellen auch den sadistischen und andererseits den masochistischen Anteil dieses Fetischismus dar, die in einzelnen Fällen in einem Fetischisten vereinigt sein können, so daß dieser beide Vorlieben auszuleben sucht.

Während in der aktiven Haltung die Wehrlosigkeit des Gefesselten zu Erregung, Masturbation und letztlicher Befriedigung beitragen, ist es in der passiven Variante die eigene Hilf- und Bewegungslosigkeit, das Ausgeliefertsein des Fetischisten an seinen Fetisch und dessen „Ausführenden“.

In extremen Formen des Fesselungs-Fetischismus, der nicht allein mit Bändern und Seilen, sondern auch mit Handschellen, Zwingen jeder Art und anderen Fixierungs-Utensilien arbeitet, verzichtet der Fetischist gänzlich auf Partner oder Partnerin und erregt sich an einer Art der fetischistischen Masturbation durch Selbstfesselungen, oftmals bis zu einem Grad, der es ihm nicht mehr ermöglicht, sich selbst zu „befreien“.  Ein „findiger“ Berliner Schlosser und Kleinunternehmer baute darauf eine clevere Geschäftsidee auf. Er bietet in der Art eines „Schlüsseldienstes“ seinen „Befreiungsdienst“ an, um dem lustvoll in Not geratenen Fetischisten die „Peinlichkeit“ zu ersparen, Außenstehende um Hilfe bei der „Entfesselung“ zu bitten.

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